Ständige Migräneattacken – Aber woher?

Migräne – Einschränkung der Lebensqualität

Plötzlich werden die Bilder vor Ihren Augen unscharf, Ihnen wird schwindelig und Arme oder Beine kribbeln. Wenn Sie diese Vorboten einer Migräneattacke kennen, gehören Sie zu den ca. 30 Prozent der Betroffenen, deren anfallsartige Kopfschmerzen sich mit dieser sogenannten Aura ankündigen. Glücklicherweise sind diese unangenehmen Vorankündigungen für das Gehirn nicht weiter gefährlich – im Gegensatz zu einem Schlaganfall. Da die Empfindungen sogar oft wechseln und auch wandern, dabei aber sehr langsam sind, lässt sich das eine vom anderen aber gut unterscheiden. Sogar Sprach- oder Lähmungserscheinungen können auftreten – auch während der Migräne. Nach ein bis zwei Stunden ist in der Regel alles wieder vorbei, aber wenige Stunden oder bis zu zwei Tage später setzen dann die gefürchteten klopfenden Kopfschmerzen ein. Jetzt hilft meist nur noch die Liegeposition, meist sogar das Abdunkeln des Zimmers. Geräusche und Gerüche werden ebenso wenig ertragen wie helles Licht.

Frauen und Migräne

Ungefähr ein Viertel aller Frauen bekommt irgendwann in ihrem Leben eine Migräne. Und damit sind es fast doppelt so viele weibliche wie männliche Patienten. Warum es zu den starken Attacken kommt, ist individuell sehr verschieden – ebenso wie bei allen anderen Arten von Kopfschmerz. Stress, Nahrungsmittelallergien oder sonstige auslösende Stoffe der Umwelt, zu wenig Schlaf, ein hohes Stresspotential oder auch hormonelle Umstellungen können die Ursache dafür sein. Bei manchen Patienten gehört die Migräne zum typischen Wochenendbild, bei Frauen kann sie mit den Wechseljahren stärker werden. Wer sich keinen Reim auf seine fortlaufenden Beschwerden machen kann, ist vielleicht fürs erste mit einem Kopfschmerztagebuch gut beraten und sollte auf typische Migraene Symptome achten, anschließend mit einem Arztbesuch.