Sportverletzungen – leider nicht ganz zu vermeiden

Sportverletzungen sind, trotz Schutzkleidung wie ein Skihelm, Protektoren oder Schienbeinschoner, leider nicht ganz zu vermeiden. Prellungen, Wunden, Zerrungen, Verstauchungen oder Verletzungen von Sehnen, Muskeln und Bändern sind weder bei Hobby- noch bei Profisportlern eine Seltenheit.
Bei Fußballspielern ist der Kreuzbandriss typisch, beim Inlineskaten der Unterarmbruch und Radfahrer zeihen sich beim Sturz oft Schürfwunden zu. Manche, eher kleine Blessuren lassen sich selbst behandeln, bei größeren und schwereren Verletzungen muss allerdings ein Arzt ins Spiel kommen.

Pech-Schema als Erste Hilfe

Das Pech-Schema hat sich für die Erste Hilfe bei Sportverletzungen bewährt:
Pause: Ruhigstellen des verletzen Körperteils.
Eis: Für etwa 15 bis 20 Minuten einen Eisbeutel auf den verletzen Bereich legen. Als Alternative bieten sich kalte Umschläge oder Eisspray (bitte mit Vorsicht anwenden) an. Achtung: Keinen direkten Hautkontakt mit dem Eis herstellen!
Compression: Das verletzte Gewebe mit dem Kompressionsverband gerade so fest zusammendrücken, dass keine weitere Gewebsflüssigkeit oder Blut in das umliegende Gewebe dringen kann. Achtung: Nicht zu straff wickeln!
Hochlagerung: Das verletze Körperteil höher lagern als das Herz.
Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen lassen sich vor allem bei Blutergüssen (Hämatomen), Verstauchungen, Verrenkungen und Prellungen anwenden. Aber auch bei schwerwiegenden Verletzungen, wie ein Meniskusriss, Sehnen- oder Bänderverletzungen, sind sie durchaus sinnvoll. Allerdings ist danach unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Sanftere Methoden bevorzugt

Vor ein paar Jahren noch haben die Ärzte bei Sportverletzungen oft sofort einen Gips angelegt oder schnell mal operiert. Dank der wissenschaftlichen Fortschritte lassen sich heutzutage solche Behandlungen manchmal vermeiden und es wird auf sanftere Methoden zurückgegriffen. Bei Muskelverletzungen hat sich beispielsweise die Lasertherapie bewährt. Je nach Größe und Beschaffenheit der Verletzung kommen dabei Laserpen, Laserdusche oder Flächenlaser zum Einsatz.