Konzentrationsstörungen: Ursachen und Behandlungsweisen

Grundsätzlich wird von einer Konzentrationsstörung gesprochen, wenn der Betroffene sich nur unterdurchschnittlich lange zu konzentrieren vermag oder in hohem Maße ablenkbar ist. Dies kann diverse Ursachen haben. Schmerzen beispielsweise können Konzentrationsschwächen bedingen, da die für Konzentration benötigte geistige Aufmerksamkeit gemindert wird. Lassen die Schmerzen nach, nimmt auch die Konzentrationsfähigkeit wieder zu und Besserung stellt sich ein, ohne dass eine spezielle Behandlung von Nöten ist.

Ungleichgewicht im Alltag

Die Lebensweise und Lebensumstände eines Menschen können ursächlich für Konzentrationsstörungen sein. Und auch genau die Änderung dieser Lebensweisen können die Konzentrationsstörungen beheben. Ungesunde Ernährung, akuter Schlafmangel sowie hohe Belastung im privaten oder beruflichen Umfeld, sind bei Erwachsenen häufig Auslöser für die Störung. Besserung wird meist durch die Wiederherstellung einer ausgewogenen Lebensweise erreicht. In diesem Falle bewirken die gängigen Medikamente nur mittelbar die Wiederherstellung der Konzentrationsfähigkeit, indem sie die Entspannung des Patienten fördern. Autogenes Training, Yoga und konzentrationsfördernde Sportarten sind weitere Mittel zur Wiederherstellung der notwendigen Balance.

Nebenwirkung

Die Einnahme von Medikamenten, wie beispielsweise einer Reihe von Antidepressiva, können Konzentrationsstörungen auslösen. Auf diese Nebenwirkung wird dann auch gesondert im Beipackzettel hingewiesen und vom Führen von Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen abgeraten.

Konzentrationsfähigkeit von Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen, die in hohem Maße durch Fernsehen und Telespiele abgelenkt werden, kann sich eine geminderte Konzentrationsfähigkeit einstellen. Dieser ist nur bedingt mit Medikamenten als vielmehr durch eine Umstrukturierung des Alltags entgegenzuwirken. Mannschaftssportarten, konzentrationsfördernde und spielerische Aktivitäten, Rätselspiele, Bücher sowie körperliche Betätigung im Freien, fördern das Konzentrationsvermögen. Dabei ist zu bedenken, dass Kinder über eine Konzentrationsfähigkeit von kürzerer Dauer verfügen als Erwachsene. Die Diagnose sollte daher ein Arzt mit entsprechender Fachkenntnis stellen.

Krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Konzentration

Eine Reihe von Krankheiten, wie Hypotonie oder Demenzkrankheiten, können Störungen der Konzentration mit sich bringen. Die medikamentöse Einstellung ist je nach Krankheit, Alter und Verfassung des Patienten unterschiedlich vorzunehmen und als komplex zu bezeichnen. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind dabei vom Arzt abzuwägen.

Konzentrationsschwäche

Die latente Unfähigkeit ein gewisses Maß an Konzentration aufzubringen, wird gemeinhin als Konzentrationsschwäche bezeichnet und kann auch organisch bedingt sein. Für die Behandlung werden Mittel eingesetzt, die in der Regel ein erhöhtes Vorkommen der Botenstoffe Dopamin oder Noradrenalin im Gehirn bewirken, was wiederum die Konzentrationsfähigkeit auf chemische Weise positiv beeinflusst.